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am 7. November

Riesen Interesse und großer Andrang bei der Generalversammlung der Grünen PädagogInnen

Alexander Brix, Franz Kaiser - Grüne PädagogInnen gehen mit klaren Forderungen in die Personalvertretungswahlen am 27. und 28. November: Mehr Ressourcen und klimafitte Schulen

Geschäftsführer der Grünen PädagogInnen Mag. Lukas Oberwagner, Dr. Otmar Weiß, Vorstandsmitglied Ingrid Oberwagner, LAbg. Uli Böker, Franz Kaiser, André Stern und Obmann Alexander Brix (v.l.n.r.)

„Der Andrang bei unserer Generalversammlung war ebenso überwältigend wie das Interesse an unseren Themen und Vortragenden. Das bestätigt uns Grüne PädagogInnen in unseren Forderungen und Positionen und gibt uns natürlich massiven Rückenwind für die kommenden Personalvertretungswahlen. Wir setzen uns mit aller Kraft für die Anliegen der PädagogInnen ein. Für Rahmenbedingungen, die eine bestmögliche Bildung für unsere Kinder sicherstellt", freut sich Obmann Alexander Brix über die erfolgreiche Veranstaltung mit über 1000 TeilnehmerInnen.

Den Beginn machte Otmar Weiß, Professor am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien. Er ist Sprecher der Österreichischen Gesellschaft für Sportsoziologie und Co-Autor des Buches „Einführung in die Sportsoziologie”. Sein Thema lautete Psychomotorik und Sport in der Schule. Dabei wurde der hohe Stellenwert von Bewegung und Sport für ein gelingendes Lernen und die psychische und physische Gesundheit klar hervorgehoben.

Mit unserem zweiten Referenten André Stern konnten wir einen international anerkannten und gefragten Referenten in Linz begrüßen. Stern ist Musiker, Komponist, Gitarrenbaumeister, Journalist und Autor des Bestsellers „... und ich war nie in der Schule”. Sein neuestes Buch „Was schenken wir unseren Kindern" hat er gemeinsam mit dem international anerkannten Hirnforscher Gerald Hüther verfasst.

„André Stern ist ein international anerkannter Referent zum Thema Bildung, der selbst nie eine Schule besucht hat. Seine Ausführungen und unkonventionellen Zugänge zum Thema Schule und Bildung waren faszinierend und stießen auf reges Interesse bei den BesucherInnen unserer Generalversammlung", so Brix.

Die Grünen PädagogInnen treten Ende November erneut gemeinsam mit ÖLI (Österreichische LehrerInnenintiative) bei den Personalvertretungswahlen der LandeslehrerInnen in einer Wahlplattform an.

„Unsere wesentlichen Forderungen als PersonalvertreterInnen kann man kurz zusammenfassen: Ressourcen, Ressourcen und noch einmal Ressourcen. Mehr Unterstützung, weniger Bürokratie und Investitionen in klimafitte Schulen, so lautet – vereinfacht - unser Auftrag an die Politik", betont Franz Kaiser, Spitzenkandidat der Wahlplattform der Grünen PädagogInnen und Österreichischen LehrerInnenintiative für die Personalvertretungswahlen am 27. und 28. November.

Konkret bedeutet dies für uns:

Bedarfsgerechte Zuteilung von Stunden für SPF – keine 2,7%-Quote

Von einer bedarfsgerechten Zuteilung von Stunden für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf träumen nun wir schon seit mehr als 15 Jahren – bis heute hat sich nichts getan. Wir sind gefordert, diese Forderung mit mehr Nachdruck zu unterstreichen.

Rasche und unbürokratische Unterstützung für alle Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf

Zurzeit kann es 18 Monate dauern, bis es für Kinder mit Lernschwäche Unterstützung gibt – das ist eindeutig zu lange und wertvolle Zeit geht verloren. Je früher gezielte Hilfe einsetzt, desto effizienter ist sie. Auf Grund von gesellschaftlichen Veränderungen gibt es aber auch immer mehr Schülerinnen und Schüler, die uns Sorgen bereiten und deshalb erhöhten Betreuungsbedarf brauchen. 

Wir benötigen mehr Unterstützung bei Kindern mit Verhaltensbeeinträchtigungen. Sie machen uns vielfach das Unterrichten schwer. Darunter leiden nicht nur wir Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch die Kinder in diesen Klassen. Je früher auch diesen Kindern geholfen wird, umso eher werden diese Maßnahmen Erfolg haben und Probleme in ihrem späteren Leben verhindern. Schulsozialarbeit und schulpsychologische Hilfe bei sozial-emotionalen Verhaltensproblemen ist zurzeit nur marginal vorhanden. Zugleich ist dies auch eine dringende Burnout-Prävention für Lehrerinnen und Lehrer.

Mehr Zeit für Unterricht – weniger Bürokratie

Bürokratie nimmt uns wertvolle Zeit, die wir besser für unsere Unterrichtsarbeit verwenden könnten. Schluss mit der „Testeritis, den unnötigen Dokumentationen und Evaluierungen. Wie uns die Erfahrung zeigt, führen diese Ergebnisse zu keiner Änderung im täglichen Schulbetrieb.​

Investitionen in klimafitte Schulen

Eine weitere klare und eindringliche Forderung sind Investitionen in klimafitte Schulen, eine Forderung die von den Grünen OÖ auch im Landtag als Antrag eingebracht wurde. Denn die Klimakrise mit immer heißeren Tagen macht auch vor Schulen und Klassenräumen nicht halt. SchülerInnen und LehrerInnen sind oft Bedingungen ausgesetzt, die Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Mit entsprechenden baulichen Maßnahmen soll eine Überhitzung der Klassenzimmer verhindert und eine bestmögliche Arbeits- und Lernumgebung sichergestellt werden.

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