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am 1. Dezember 2015

Generalversammlung der Grünen PädagogInnen und kuli-UG 2015

Alexander Brix, Renate Brunnbauer, Gottfried Hirz, Franz Kaiser - Olaf Axel Burow: Positive Pädagogik - Wege zu Lernfreude und Schulglück

Am Mittwoch 02.11.2015 findet im Neuen Rathaus Linz die Generalversammlung der Grünen PädagogInnen (GPV) gemeinsam mit der parteiunabhängigen kuli-UG statt.

Ist Glück ein Thema für Schule und Erziehungswissenschaft? Wir meinen „JA“ und freuen uns auf Olaf-Axel Burow, der bei unserer Generalversammlung am 2. Dezember im Neuen Rathaus Linz unser Gast sein wird.

Der an der Universität Kassel lehrende Erziehungswissenschaftler, der in den letzten Jahren zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen der Schulentwicklung vorlegte, präsentiert bei unserer Generalversammlung seinen Ansatz einer Positiven Pädagogik *1, in der er sieben von ihm ausgewählte Wege zu Lernfreude und Schulglück aufzeigt.

„Wir müssen den Lehrern mehr Freiheit geben, denn Schüler können nur glücklich sein, wenn es auch ihren Lehrern gutgeht“ *2

Lassen sich Schulleistungen wirklich durch die akribische „Vermessung“ von Lehrern und Schülern verbessern? Dieser Glaube hat sich mit den vielen Vergleichsstudien durchgesetzt, und noch immer hat der Begriff „Disziplin“ Hochkonjunktur – für Lernfreude oder gar Schulglück scheint da kein Platz zu sein. Dem widerspricht Olaf-Axel Burow mit seiner Positiven Pädagogik1, denn: Schulglück und Spitzenleistung sind kein Gegensatz, sondern bedingen einander!

„Das Glück der Schüler als Ziel muss sich eigentlich durch das ganze Leitbild der Schule ziehen.“ *2

Von der gemeinhin vorherrschenden Meinung ausgehend, nach der Glück und Schule gewissermaßen zwei sich wechselseitig ausschließende Größen zu sein scheinen, sucht Burow in der Geschichte des pädagogischen Denkens danach, wann und warum innerhalb derselben das Glück aus der Pädagogik verschwand. Über mehrerlei Phasen setzt sich die Tradition der Vertreibung des Glücks aus den pädagogischen Theorien und Bildungseinrichtungen bis in die Zeiten der Globalisierung fort.

„Wir brauchen jetzt die Schule des 21. Jahrhunderts.“ *2

Zielpunkt seiner Überlegungen ist die notwendige Transformation der überkommenden Unterrichtsschule zu einem „Kreativen Feld“, in dem alle Lernenden und Lehrenden ihr Potential entfalten können.

In der von Burow vorgelegten Positiven Pädagogik1 bilden Glück und Schule keinen Widerspruch. Abseits von eingefahrenen Pfaden der Schulentwicklung, weist er exemplarisch auf, auf welchen möglichen „sieben Wegen“ beide miteinander glücklich zu vereinen sind.

Die Studie von Olaf-Axel Burow sollte als Motivator in der Lehreraus- und -fortbildung bereit stehen. Sie plädiert in Theorie und Praxis für eine andere, machbare Schule!“ Socialnet

*1 Olaf-Axel Burow: Positive Pädagogik. Sieben Wege zu Lernfreude und Schulglück, Beltz-Verlag, Weinheim/Basel 2011

*2 Olaf-Axel Burow, Interview FOCUS-Schule NR. 5 / 2011

Die Grünen PädagogInnen und kuli-UG stehen für eine neue, wertschätzende Schulkultur

Alexander Brix, Obmann der Grünen PädagogInnen Oberösterreich ist erfreut, dass es gelungen ist, Olaf Axel Burow für diese Veranstaltung in Linz zu gewinnen: „Schule muss in erster Linie Chancengleichheit bieten und allen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre Talente zu entdecken und diese weiter zu entwickeln. Denn zukunftstaugliche Bildung entfaltet Potentiale und gestaltet wertschätzende Beziehungskultur“, betont Brix.

Renate Brunnbauer, MSc, Vorsitzende kuli-Unabhängige GewerkschafterInnnen: „Es liegt in unserer Verantwortung eine entschiedene Positionierung unserer Gewerkschaft strikt einzufordern. Drohenden Ideen, innerhalb des Bildungsministeriums mehrere hundert Millionen Euro einzusparen, ist unmissverständlich entgegenzuwirken. Gleichzeitig dürfen wir bei unserer Arbeit in den Klassen die Motivation nicht verlieren. Wir interessieren uns daher für ermutigende pädagogische Konzepte und freuen uns besonders auf den Vortrag von Olaf Axel Burow!“

Franz Kaiser, stellvertretender Obmann der Grünen PädagogInnen: „Das österreichische Bildungsbudget leidet an einer chronischen Unterdotierung - für 2016 beträgt die Lücke 550 Millionen Euro. Es wird Zeit diese Lücke anzuerkennen und die fehlenden Mittel von Haus aus bereit zu stellen. Auf keinen Fall darf das Budget weder in Schulen noch auf dem Rücken der Lehrerinnen und Lehrer saniert werden.“

Vollste Unterstützung kommt hier vom Klubobmann und Bildungssprecher der Grünen OÖ, Dipl.Päd. Gottfried Hirz: „SchülerInnen haben ein Recht auf qualitätsvollen Unterricht und bestmögliche Lernbegleitung, LehrerInnen brauchen die dafür notwendigen entsprechenden Arbeitsbedingungen und Strukturen“.

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