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am 13. September 2016

Appell an Bildungsministerium

Gottfried Hirz - Möglichkeit der Verlängerung des Schulbesuches soll auch für Flüchtlinge gelten – Appell an Bildungsministerium Jugendliche nicht von Schule abzuweisen! Fatale Folgen sind am Polytechnikum Vöcklabruck zu sehen

„Diese Entscheidung ist nicht nachvollziehbar. Das Bildungsministerium verwehrt Flüchtlingskindern, die als außerordentliche SchülerInnen geführt werden, das freiwillige 10. Schuljahr. Lernwilligen Kindern die Möglichkeit des Schulbesuches zu untersagen, ist aber definitiv der falsche Weg und wahrlich keine Unterstützung für die Integrationsbemühungen“. Deutlich kritisiert der Grüne Klubobmann und Bildungssprecher LAbg. Gottfried Hirz den entsprechenden Erlass des Bildungsministeriums.

In OÖ sind 126 Kinder betroffen, sie haben bereits im Vorjahr die Schule hier besucht und sind davon ausgegangen, den Schulbesuch ein weiteres Jahr fortsetzen zu können. Mit Schulbeginn wurden sie nun aber abgewiesen.

Ganz konkrete Auswirkungen dieses Erlasses werden etwa am Polytechnikum in Vöcklabruck spürbar. Mit dieser Entscheidung reduziert sich die Zahl der SchülerInnen von 76 auf 48, die Zahl der Klassen halbiert sich von vier auf zwei und sechs LehrerInnen müssen gehen. „Ein Erlass mit massiven Folgen. Sowohl für den Schulstandort auch die betroffenen Jugendlichen“, kritisiert Hirz und verweist auf die Bedeutung des Schulbesuchs für die Integration.

„Jugendliche Flüchtlinge in Österreich brauchen ein gutes Bildungsangebot, ein Angebot Deutsch erlernen zu können und sie bauchen den Austausch mit gleichaltrigen Jugendlichen aus Österreich. Unsere Pflichtschulen können das leisten, vorausgesetzt man stellt die Ressourcen zur Verfügung. Ich appelliere daher an das Bildungsministerium den aktuellen Erlass nochmals zu überdenken“, betont Hirz der für die betroffenen Jugendlichen auf jeden Fall ein entsprechendes Bildungsangebot einfordert.

„Sollte das Bildungsministerium meinen, dass diese Jugendlichen in Erwachsenenbildungskursen zur Basisbildung und Vorbereitung für den Pflichtschulabschluss besser aufgehoben sind, so muss das Ministerium auch hier das Angebot deutlich erhöhen“, fordert Hirz.

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